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erstellt von: krawatten, am 06.12.2010 15:47 , Clicks: 4555

Der Baroda-Perlenteppich

Luxus aus 1001 Nacht


?Wenn es einen Ort gibt, wo alle Trume seit den ersten Tagen, da der Mensch zu trumen begann, eine Heimat gefunden haben, dann ist es Indien.?
(Romain Rolland)


Wenn wir uns in Indien der Kolonialzeit zurckversetzen, entsteht in uns ein Bild von Dschungel und Elefanten. Von Palsten und im Luxus lebenden Maharadschas. Natrlich ist uns sptestens seit Gandhis Zeiten bewusst, dass dieses Klischee nicht immer ganz zutraf, auch wenn Hollywood mit seinen diversen Abenteuerfilmen dieses Bild in unseren Kpfen zementiert hat. Doch nicht immer waren diese mrchenhaften Geschichten pure Erfindung.

Von 1856 bis 1870 regierte den indischen Zwergstaat Baroda der Maharadscha Gaekwar Khande Rao. Dieser nicht unumstrittene Herrscher liebte den Luxus und lieferte das Vorbild fr zahlreiche literarische Gestalten. Vermutlich um das Wohlwollen seiner muslimischen Untertanen zu erlangen (fr einen hinduistischen Herrscher kein leichtes Unterfangen), gab er ein Kunstwerk in Auftrag, das an Dekadenz und Luxus kaum noch zu bertreffen war: ein edler Chador fr das Grab des Propheten Mohammed sollte es werden, und zwar einer, wie ihn die Welt noch nicht gesehen hatte. Gefertigt wurde er nicht aus Seide oder Wolle, nein, die besten Juweliere des Frstentums knpften ihn aus etwas sehr viel kostbarerem: aus Perlen.

Nun waren Perlen im Indien jener Zeit hoch geschtzt. Fast jeder rtliche Machthaber hllte sich in
lange Perlenketten und zierte seine Ohrlppchen mit edlem Ohrschmuck aus Perlen. Mythologisch je nach Religionszugehrigkeit mit dem Lachen Krishnas oder den Trnen von Adam und Eva in Verbindung gebracht, galten sie als kostbares Kleinod. Auch die Familie des Gaekwars von Baroda hatte, wie so viele Maharadschas, Unmengen der edlen Fundstcke angehuft. Insbesondere seine berchtigte siebenreihige Perlenkette wurde zur Legende, erschien sie den Englndern, die mit ihm zu tun hatten, doch als Gipfel der Verschwendung.

Vielleicht war auch der berhmte Perlenteppich in erster Linie eine ausgefeilte Methode, diese Perlen aufzubewahren. Denn bis nach Mekka, wie angekndigt, hat es das gute Stck jedenfalls nie geschafft. Es verblieb in der heimischen Schatzkammer. Die Motive entstammen eher der arabischen Tradition und erinnern ein wenig an Rosetten, wie sie schon beim Bau des Taj Mahal kunstvoll gebildet wurden und sie im Mogulreich, von dem die Baroda-Herrscher zuvor ihr Territorium erobert hatten, so beliebt waren. Ursprnglich handelte es sich um einen runden Baldachin und vier Einzelteppiche im der Gre von je ca 2,70m x 1,60m. Erhalten ist allerdings nur noch eines dieser Teile.

Der Teppich besteht aus der unglaublichen Menge von etwa 1,4 Millionen Perlen (alles echte Naturperlen, wohlgemerkt) im Durchmesser von zwischen 2 und drei Millimetern, wobei die Motive teils mit wesentlich greren Perlen ausgesetzt sind. Allein das Gewicht der Perlen des noch verbliebenen Teils des Teppiches betrgt etwa 6 kg. Jede Perle ist einzeln aufgezogen und verknpft. Zudem wurden Edelsteine verarbeitet: 600 Smaragde, 1300 Rubine und sagenhafte 2600 Diamanten, eingefasst in Silber und Gold.

Sein Anblick, wenn das Sonnenlicht auf Millionen schimmernder Perlen fllt, muss einfach unvergleichlich sein, zumal selbst Lster und Farbtne dieser Perlen fein sortiert sind, um eine wellenartige Brillianz zu erzielen.

Solche Extravaganz hatte ihren Preis. 60 Millionen Rupien soll der exzentrische Herrscher ausgegeben haben. Bei einer Auktion 2009 im Emirat Katar holte der Teppich die Rekordsumme von 5,5 Millionen Dollar.

Weitere interessante Artikel in unserem Schmuck- und Perlen-Blog ..

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