Perlen Perlenketten Perlenschmuck – natürlich schön
Perlen galten in der orientalischen Mythologie als Tränen der Götter, die sich in der Tiefe des Meeres zu Perlen verwandelten. Perlenketten galten schon immer als ein exklusives Geschenk zur Hochzeit. Über Jahrhunderte war es den Mächtigen und Reichen vorbehalten, solchen Perlenschmuck zu besitzen. Heute sind Perlenketten durch die Zucht der Perlen erschwinglich geworden.
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Perlen und Perlenimitate
Es ist nicht alles Perle, was glänzt...
In alter Zeit wurden Perlen nicht nur mit Gold aufgewogen. Sie waren viel mehr wert als Hab und Gut, mehr noch als ein Menschenleben. Da verwundert es wenig, dass dieser Luxus nicht nur diejenigen auf den Plan rief, die unter Einsatz ihres Lebens im Meer nach den begehrten Schmuckstücken tauchten. Immer gab es auch diejenigen, die mit wesentlich weniger Aufwand und Risiko zu Geld kommen wollten.
Ein Experte wird eine Imitationsperle zumeist auf den ersten Blick von einer echten Perle oder selbst einer Zuchtperle unterscheiden können. Der Laie, dem eine Perlenkette angeboten wird, hat meist weniger Glück.Er kann sich nur auf die Zusicherungen seines Händlers verlassen.
Dabei ist prinzipiell nicht einmal etwas gegen Kunstperlen zu sagen. Sie sind eine gute Wahl für preisgünstigen Modeschmuck, und auch die Kleidungsindustrie und Kostümbildner wären ohne Kunstperlen arm dran. Der Betrug beginnt, wenn systematisch Kunstperlen als echt präsentiert werden.
Bereits im alten Rom wurde versucht, den einzigartigen Glanz von Perlen zu imitieren. Glasperlen wurden poliert, mit einer feinen Schicht aus Silber überzogen, nun mit einer weiteren Schicht dünnem Glas versehen und wiederum auf Hochglanz gebracht. Der Effekt dürfte ein sehr tiefer, aber allzu metallischer Glanz gewesen sein. Dennoch waren diese "Luli" genannten Imitate sehr beliebt, konnten sich doch echte Perlen nur die Spitzen der Gesellschaft leisten.
Die französischen Kunstperlenmanufakturen brachten ab dem 17 Jahrhundert eine sehr viel echter wirkende Variante auf den Markt. Der schillernde Glanz von Fischschuppen hatte den Schmuckhersteller Jacquin - eigentlich spezialisiert auf die Herstellung günstiger Rosenkränze - auf eine Idee gebracht. Aus Fisch-Schuppen, gereinigt und mit etwas Leim vermischt, bereitete er eine Mischung, deren Glanz ziemlich gut geeignet war, den Lüster und die Iridiszenz von Perlen nachzuahmen. Geboren war die bis heute verwandte "Essence d'Orient", die man nun ins innere von Glaskugeln einbringen konnte. Verfüllt wurde die Kunstperle mit Wachs.
Die Herstellung solcher Perlen war natürlich aufwändig, und während ihr Preis immer noch deutlich unter dem von echten Perlen lag, waren sie nicht desto trotz schon ein etwas hochpreisigerer Modeschmuck. Dennoch waren Perlenketten aus solchen Imitaten sehr beliebt, und dies noch weit bis ins 20. Jahrhundert hinein. Mit Einführung der Zuchtperle begann der Niedergang der Wachsperlen, denn sehr viel günstiger als einfache Zuchtperlen waren die Fälschungen nun nicht mehr. Natürlich kommt eine solche Perle nicht an den Lüster und Schimmer einer echten Perle heran, den teils auf dem Markt auftauchenden Kunststoffimitaten hingegen ist sie meilenweit überlegen.
Kostümschneider und Theaterleute setzten gern auf noch einfachere Imitationen. Einfache Glasperlen ließen sich unter Einwirkung von Flusssäure mattieren und gingen von weitem für den flüchtigen Betrachter als Perlen durch.
Erheblich aufwändiger ist dagegen die Variante der Kunstperle, wie sie seit etwa 1900 auf Mallorca produziert werden. Sie ähnelt dem französischen Vorbild, aber die Reihenfolge der Arbeitsschritte ist eine andere. Kugeln eines besonders feinen, leicht trüben Glases werden sorgfältigst zu Kugeln geformt und mit Essence d'Orient überzogen. Dabei können die Perlen bis zu 34 Schichten dieses Perlüberzuges erhalten. Um Haltbarkeit zu gewährleisten, wird die Perle nun mit einem Kunstharz überzogen, bevor sie von Hand aufgezogen und verknüpft wird.
Mancherorts bekommt man auch Ketten oder Ohrschmuck aus gedrechselten Perlmuttkugeln zu kaufen. Während dieser durchaus hübsch anzusehen ist, sieht man doch an seiner streifigen Form,dass man es nicht mit Perlen zu tun hat.
Die einfachen mit perlmuttfarbenem Lack überzogenen Kunststoffkugeln, die teilweise für billigen Modeschmuck eingesetzt werden, verdienen nicht ernsthaft in Betracht gezogen zu werden.
Nur: auch wenn all diese Varianten ihre Berechtigung haben, an den Glanz, den Lüster und die Iridiszenz (den "Orient") echter Perlen oder guter Zuchtperlen kommt natürlich nichts davon heran.
Direktbezug von der Perlenfarm. Echte Zuchtperlen aus China, Japan und aus der Südsee.
Eine Perlenkette � das Geschenk für die Liebe
Lesen Sie unseren Blogartikel Perlen der Weltgeschichte, Teil I. und Perlen der Weltgeschichte, Teil II..





